www.bmk-achenkirch.at
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       Unsere Chronikaufzeichung seit 1673

 

Die Geschichte der Musikkapelle Achenkirch ist eng mit der Entwicklung unserer Heimatgemeinde verbunden. Darum wollen wir mit einer kleinen Ortschronik beginnen. Um 1120 schenkten die Herren von Schlitters, deren Geschlecht um 1275 ausgestorben ist, den Achensee und das Achental dem Stift Georgenberg, dem heutigen Kloster Fiecht bei Schwaz. Gegend und See wurden damals "Emaus" genannt. Der Name Achental selbst wird erstmals im Fischereibuch Kaiser Maximilians I. um 1500 verwendet.

 

1673

 

Aufzeichnung über sogenannte "Spielleithen", das ist jedoch keine Musikkapelle nach den heutigen Begriffen. Vielmehr waren dies einige Trommler und Schwegelpfeifen. Doch der Anfang war gemacht, das Achental hatte seine erste Musikkapelle.

 

1804

 

Aus diesem Jahr hat die Musikkapelle die ersten eigenen schriftlichen Unterlagen. Es wurde lange Zeit als Gründungsjahr angenommen. Die Musikkapelle rückte zu jener Zeit fast ausschließlich zu kirchlichen Festen und Bauernhochzeiten aus.

 

1840 bis 1880

 

In dieser Zeit setzte im Achenseegebiet der Fremdenverkehr ein, besonders in Achenkirch, Scholastika und Pertisau. Man organisierte Vergnügungsfahrten auf dem See. Die Spielleute aus dem Achental waren gern gesehene Gäste und sorgten mit fröhlichen Weisen, Jodlern und Gesang für Unterhaltung.

 

1881

 

Besuch von Kaiser Franz Josef I. Er fuhr von Innsbruck aus mit seinem Gefolge nach Jenbach, durch das Achental und nahm im Gasthof Post Quartier. Der Kaiser wurde von der Bevölkerung und der Musikkapelle empfangen.

 

1884

 

Chorregent und Kapellmeister Josef Hecher hatte eine 29 Mann starke Musikkapelle und zahlreiche Chorsänger.

 

1914 bis 1918

 

Nach dem Krieg, in welchem viele der Musikanten gefallen waren, mußte Kapellmeister Felix Pockstaller mit 11 Mann wieder von neuem beginnen.

 

1921

 

Die Aufbauarbeit nach dem Krieg hat sich gelohnt. In knapp 3 Jahren erreichte die Kapelle wieder eine Stärke von 30 Mann und wohl auch den Höhepunkt ihres musikalischen Wirkens. Verschworen mit ihrem Kapellmeister wußten die Musikanten, dass sie in der derzeitigen Hochform zu den besten des Bezirkes zählen würden. Die Musikanten fuhren am 12. Juni zum Gründungsfest des Musikbundes Schwaz und Umgebung. Zuerst ging es mit dem Dampfer nach Seespitz, mit der Zahnradbahn nach Jenbach und anschließend mit der Eisenbahn nach Schwaz, wo am Pirchanger das Musikfest stattfand.

 

1926

 

Schneidermeister Heribert Reich aus dem Achental entwarf für die Musikkapelle die erste Nationaltracht: schwarzer Hut, blauer Rock, rote Weste, schwarze Bundhose, weiße Trachtenstrümpfe, hohe Schuhe und Ranzen. Auch das erste Bezirks-Musikfest wurde in diesem Jahr in Achenkirch beim alten Schießstand am Sonnberg abgehalten.

 

1928

 

Dieses Jahr veranstaltete die Musikkapelle das zweitemal das Bezirks-Musikfest.

 

1926 bis 1933

 

In dieser Zeit spielte die Kapelle in den Sommermonaten fast alle Sonntage nachmittags im Hotel Scholastika für Fremdengäste. Eine Zigarre (Virginia), Graukäse und Bier waren die Gage.

 

1934

 

Am 9. Dezember wurde von den 24 Mitgliedern der Musikkapelle die Gründung eines Musikvereins beschlossen. Die Satzungen wurden aufgestellt und der erste Ausschuß gewählt.

 

1935

 

Die Musikkapelle wirkte beim Bundesmusikfest am 1. September in Jenbach mit.

 

1939

 

Der II. Weltkrieg zerriß die Gemeinschaft. Die Musiker mußten das Musikinstrument mit der Waffe tauschen. Bis zum Jahr 1951 scheint keine Eintragung im Protokoll auf...

 

1953

 

Die Musikkapelle fuhr zum Oktoberfest nach München. Der Umzug dauerte mehr als 3 Stunden.

 

1954

 

Die Musikkapelle feiert ihr 150jähriges Jubiläumsfest.

 

1955

 

Zum zweiten mal wirkten die Musikanten beim Umzug des Oktoberfestes mit.

 

1957

 

Am 11. Jänner bekam die gesamte Musik vom Instrumentenmacher Leo Bieber aus Kramsach neue Instrumente, Marke "Silberton". Die Gesamtkosten betrugen ATS 74.064,--. Am 27 Juli wurde das Bezirksfest in Achenkirch abgehalten. In diesem Jahr wurden erstmalig Platzkonzerte für die Fremdengäste gegeben, welche bis heute der Fremdenverkehrsverband fördert.

1971


Das erste Frühjahrs-Wunsch- und Muttertagskonzert findet am 09. Mai 1971 im Gasthof Post statt. Wünsche und Grüße werden vorgetragen, dieser Ablauf ist bis heute noch aufrecht.

1979


Jubiläumsfest 300-Jahre Musikkapelle Achenkirch
Am Pfingstwochenende wird ein Fest mit den beiden Partnerkapellen aus Steinenbronn/Stuttgart sowie mit den Schwabachtaler Musikanten - BRD gefeiert. Am 21. Juli findet ein Festkonzert mit anschließendem Zapfenstreich mit den
Musikkapellen Jenbach, Eben, Steinberg sowie Achenkirch statt. Weiters wirkendie Aschbacher Schützenkompanie sowie die Feuerwehr Achenkirch und die Freiw. Fraktionsfeuerwehr Achental mit.
Dieses Datum ist auch der rechnerische Anhaltspunkt für das 325-jährige Jubiläum im Jahre 2004.

 

1983


Teilnahme an der Konzertmusikbewertung in Schwaz, Kapellmeister Pepi Pockstaller,
Leistungsstufe A, Marsch: komponiert von Pepi Pockstaller – mit Erfolg
Musikstück: kleine Suite - mit gutem Erfolg

 

1987


Empfang der Österreichischen Bundesregierung, mit Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, der Tiroler Landesregierung
und dem Tiroler Landespräsidium auf Einladung des Landeshauptmannes von Tirol in Achenkirch

 

1988


Ansuchen an die Gemeinde Achenkirch um Probelokalerweiterung, sollte die angebaute
Feuerwehrgarage beim Gemeindehaus frei werden.

Teilnahme an der Marschmusikbewertung in Weer, Stabführer Josef Kern, Kapellmeister und Komponist des aufgeführten Marsches Musikantengruss ist Pepi Pockstaller. Ergebnis: Sehr guter Erfolg!

 

1989


Matthias Soier erspielt als erster Musikant der Musikkapelle Achenkirch mit der Klarinette das Goldene Jungmusikerleistungsabzeichen.

Aus privaten Gründen tritt der langjährige Obmann Engelbert Messner in seiner Funktion als Obmann am Jahresende
zurück, er bleibt aber der Musik treu und spielt das Tenorhorn. Der neue, noch sehr junge (22 Jahre) Obmann ist Hubert Eller.

 

1990


Der letzte Musikantenball findet statt. Auf Grund des großen Arbeitsaufwandes für die Musikanten und deren Angehörige,
des kleinen finanziellen Ertrages sowie des nicht Vorhandenseins einer entsprechenden Lokalität wird dieser Traditionsball aufgelassen.

 

1992


Das alte Gemeindehaus, in dem sich das Probelokal befindet, soll umgebaut werden. Im Zuge der Generalsanierung wird das alte Probelokal abgerissen. Es entsteht ein größeres Probelokal mit Aufenthaltsraum, Archivraum und WC-Anlage. Auch die Aschbacher Schützen erhalten bei diesem Umbau neue Räumlichkeiten. Große Unterstützung gab es hier von Bürgermeister Manfred Moser und den Gemeinderäten

Teilnahme an der Marschmusikbewertung in Schwaz, Stabführer Michael Bichler, Kapellmeister und Komponist des aufgeführten Marsches Gruß aus Achental istPepi Pockstaller. Ergebnis: ausgezeichneter Erfolg!

 

1993


Baubeginn des neuen Probelokales. Die Musikanten beteiligen sich mit ihren Eigenleistungen bei der Errichtung der Holzdecke im Aufenthaltsraum sowie desParkettbodens im Probelokal. Aus der Vereinskasse werden ca. ÖS 300.000,- für div.
Einrichtungen aufgewendet. Obmann Hubert Eller leitet als Bautechniker und Zimmerei-polier die Arbeiten. Im Besonderen sind es Hubert Eller und Mario Hager, die sehr viele Stunden für die Errichtung des neuen Probelokales investieren.
Sehr großzügig ist Obmannstellvertreter Ludwig Kronberger. Er leiht der Musikkapelle Geld für div. Anschaffungen für den Probelokalausbau, da die Vereinskasse mit ihrenAnsparungen nicht ganz das Auslangen findet. Das Geliehene wird innerhalb eines Jahres wieder retourniert.Im Herbst begeben sich die Musikanten auf eine 2-tägige Konzertreise nach Ochsenbach- Nähe Stuttgart. Das hervorragende Musikwochenende wird am darauffolgenden Montag durch den tragischen, tödlichen Verkehrsunfall des Musikkameraden Wolfgang Lerchner überschattet.

 

1994


Fertigstellung sowie feierliche Einweihung des neuen Probelokales, gemeinsam mit der Aschbacher Schützenkompanie.
Ein Fest wird veranstaltet, zu Gast sind der Musikverein Ochsenbach/Stuttgart sowie die Musikkapelle Stans und die
7 Tiroler Musikanten, ebenfalls aus Stans, sowie zahlreiche Ehrengäste und Besucher aus nah und fern.

Der neu nach Achenkirch zugeteilte hw. Hr. Pfarrer Dr. Bernhard Sirch wird Mitglied der Musikkapelle. Nun ist die Musik stolz auf 5 Bässe!

 

1995


Am Jahresende verabschieden sich Obmann Hubert Eller, sowie Kapellmeister PepiPockstaller. Beide bleiben der Musik treu, spielen Flügelhorn bzw. Bariton. Die neuen Frontmänner sind Obmann Ludwig Kronberger und Kapellmeister Matthias Soier.

 

1996


Teilnahme an der Feier – 75 Jahre Musikbund Schwaz, in Schwaz
Konzert/Ausflugsreise nach Thüringen und Erfurt (ehem. DDR)
Die Musikanten nehmen an Fernsehaufnahmen in Achenkirch für die versteckte Kamera teil.

 

1997 bis 2000


Die Kameradschaft ist durch div. anonyme Schimpf- und Beleidigungsbriefe an einige der Ausschusskameraden auf eine harte Probe gestellt. Dies wirkt sich leider auch auf den fortlaufenden Musikerschwund nieder. Weiters ist das Protokollbuch aus unerklärlichen Gründen plötzlich nicht mehr auffindbar. Es wird die Teilnahme am Musikfest 2000 in Vomp abgesagt,
weil keine „spielfähige Musik“ auftreten kann. Trotzdem konnten einige interessante und schöne Ausrückungen stattfinden,
wie zB.:

Teilnahme am Oktoberfestumzug in München,
Jubiläumsfeier 125 Jahre Fa. Scheidt und Bachmann in Mönchengladbach,
Konzertreise nach St. Florian/Oberösterreich, sowie
zwei Firmenfeiern bei der Firma Brunner, München (Obmann Ludwig Kronberger
arbeitet bei dieser Baufirma als Bauleiter und hat somit einen „guten Draht“)

 

2000


Am Jahresende löst sich der gesamte Ausschuss auf. Es scheint, dass keiner der Musikanten sich bereit erklären würde, eine Ausschussfunktion zu übernehmen.Schließlich raffen sich Kapellmeister Matthias Soier, Kassier Kurt Höllwarth, Archivarin Veronika Soier-Egner, Notenwart Thomas Moser und Obmann Hubert Eller auf und präsentieren bei der Jahreshauptversammlung ein neues Konzept zur Vereinsführung.

 

2001


Der neue Ausschuss bewirkt regelrechte Aufbruchstimmung und Begeisterung. Durch ein neues, modernes Erscheinungsbild nach außen sowie mit einem tollen Musikprogramm werden die Musikanten motiviert, auch der Bevölkerung fällt die positive Entwicklung auf. Beim Frühjahrs-, Wunsch- und Muttertagskonzert wirdein neuer Besucherrekord verzeichnet. Es werden erstmals die Wünsche und Grüße, sowie die schönsten Bilder vom Achensee, passend zu den jeweiligen Musikstücken mittels Großbildleinwand gezeigt. Ebenfalls erstmalig ist ein professioneller Livemitschnitt des Konzertes – nun ist die erste CD der Musikkapelle Achenkirch erhältlich. Erwähnenswert ist auch, dass aus der Mehrzweckhalle mittels verbessertem Bühnenbau und durch aufwendige Dekoration ein wahrer Festsaalentsteht.

 

2002


Der Aufwärtstrend hält an, wird sogar verbessert, indem sich die Musikanten beim ORF Blasmusikpreis am 23.06.2002 in Langkampfen der Jury stellen. In einem 25 Minutenkonzert hat die Musikkapelle die Möglichkeit sich in ihrer
musikalischen Vielseitigkeit, sowie den Ort Achenkirch zu präsentieren. Durch das Programm führt in gekonnter Art und Weise Veronika Soier-Egner.Bei fast 40 Grad Hitze erspielen die Musikanten aus Achenkirch ihr von Kapellmeister Matthias Soier vorgegebenes Ziel, und das ohne Aushilfen!

Die Bundesmusikkapelle Achenkirch ist nun auch im Internet. Dank der großartigen Arbeit von Kassier Kurt Höllwarth sind viele Informationen über die Musikkapelle unter www.bmk-achenkirch.at zu erfahren.

Bei der Jahreshauptversammlung wird beschlossen, das Musikfest 2004 in Achenkirch abzuhalten. Das letzte Musikfest war im Jahre 1954. Grund genug, ein umfangreiches und vielseitiges Programm zu organisieren.

 

2004


Bei der JHV 2004 treten 3 Ausschussmitlieder aus dem Ausschuss aus. Nach 9jähriger Tätigkeit legt unsere Kapellmeister Matthias Soier sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Nachfolger wird unser derzeitiger Obmann Hubert Eller, der bis dato auch als Vizekapellmeister fungierte. Neuer Obmann wird Kurt Höllwarth. Weiters scheiden aus dem Ausschuß unsere Schriftführerin Veronika Soier Egner und Notenwart Thomas Moser. Als aktive Musikannten(innen) bleiben sie uns erfreulicherweise erhalten.

2006


Unser Ehrenkapellmeister Pepi Pockstaller wurde beim Muttertagskonzert am 6. Mai 2006 für 50 Jahre Mitgliedschaft zur Bundesmusikkapelle Achenkirch geehrt. Wieder gelang es 2 MusikantInnen der BMK-Achenkirch das Leistungsabzeichen in GOLD zu absolvieren. Birgit Danler (Klarinette) u. Hannes Ortner (Tenorhorn) absolvierten im Juni dieses Jahres das Leistungsabzeichen in GOLD.

 

2008


Unser Ehrenobmann Engelbert Messner wurde beim Muttertagskonzert am 11. Mai 2008 für 55 Jahre Mitgliedschaft zur Bundesmusikkapelle Achenkirch geehrt.
Das Frühjahrs- Wunsch- und Muttertagskonzert wurde heuer direkt am Muttertag durchgeführt und war ein voller Erfolg.

Im Juni 2008 absolvierten wir eine Konzerreise nach Oberösterreich (St.Konrad)

 

2009


Die Bundesmusikkapelle Achenkirch nimmt am 20. September 2009 beim Tiroler Landesfestumzug in Innsbruck teil. Nach 5stündiger Wartezeit im Tivoli in Innsbruck ging es los. Wir marschierten im Block 2 des Musikbezirk Schwaz gemeinsam mit den Musikkapellen Stans und Pill.
Des weiteren veranstaltete die BMK Im Jahre 2009 ein erstes Herbstkonzert am 31.10.2009 in der Mehrzweckhalle Achenkirch ganz im Zeichen des Gedenkjahres 1809 an Andreas Hofer. Ehrenobmann Engelbert Messner feierte heuer seinen 70er.

 

2012


Ortner Hannes wird neuer Kapellmeister der Bundesmusikkapelle Achenkirch.

 

 



 

 

 

Topaktuell:



 

Nächste Ausrückung:

Freitag, 20.7.2018

2. Platzkonzert in der Mehrzweckhalle Achenkirch
Beginn: 20:15 Uhr

(mit dabei sind der Jenbacher Trachtenverein - Schuhplattler)
 

Kontakt

Rufen Sie einfach an 0664 8388546 0664 8388546 oder nutzen Sie unser Kontaktforumlar.

 

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